Da ein Feiertag anstand, haben wir 4 Isengarter uns dazu entschlossen, schon
am Donnerstag zu fahren. Wir waren auf einem Campingplatz in Amsterdam, wo wir
auch Oliver Hoffman und Dennis Voß getroffen haben. Am Freitag war zunächst
noch ein Qualifikationsturnier angesetzt, an dem ich aber nicht teilgenommen
habe, da ich bereits für das Halbfinale gesetzt war. Stattdessen habe ich
Sealed gespielt und war einer der vielen Spieler, die das Aragorn Deck gezogen
hatten. Das Qualifikationsturnier gewann Oliver Hoffmann und von 7 gestarteten
Deutschen konnten sich 6 auf den ersten 6 Plätzen qualifizieren.
Zum Hauptturnier am Samstag starteten 26 Leute aus 8 Ländern, also durchaus
eine Weltmeisterschaft. Zu schade, daß ich nur einmal nicht gegen einen
Deutschen gespielt habe. Als Nebenereignis war eigentlich ein Themendeckturnier
geplant, aber die Leute wollten lieber Sealed und Drinking Game spielen. Dazu
später mehr.
In Runde eins spielte ich gegen Wanja. Er hatte ein Fallen Radagast Deck mit Wölfen und billigen Verbündeten, daß sich die ganze Zeit versteckt und nur mit Bauer Maggot bewegt. Unsere Gefahren haben sich kaum gegenseitig berührt, bis auf eine entscheidende Ausnahme. Es ist Wanja gelungen meinen Frodo mit Tom Bombadil zu killen. Da ich aber trotzdem immer noch 10 Punkte im Vorsprung lag (in Wirklichkeit 8, ich hatte Frodo vergessen) habe ich den Rat einberufen. Zu schade, daß Wanja im letzten Zug 12 Punkte gemacht hat - darunter Tom und ich somit statt eines 4:2 eine 2:4 Niederlage einstecken mußte.
Runde zwei mußte ich gegen Birk ran. Juhu! Fallen Gandalf in Beutelsend gegen Fallen Gandalf in Beutelsend. Es ging also darum, wer zuerst seinen Zauberer zieht. Ich habe übrigends 6:0 gewonnen...
In der dritten Runde habe ich um den internationalen Schein zu wahren gegen den Engländer "Tommo" Thompson(?) gespielt. Er hat mir gleich zu Beginn gesagt, daß er Fallen Wizards nicht mag und mir hing sein Helden Zufluchtsortsteherdeck auch mittlerweile zum Halse raus (warum wohl, Markus?). Er hat es aber sehr interessant gespielt, mit Galadriels Spiegel, Show Things Unbidden und Finderglück. Dazu kamen dann noch massenweise Kleincharaktere, die man gar nicht alle töten kann. Und seine Annalena hat mal wieder ihre berüchtigten Qualitäten als Attentäterkillerin bewiesen. Außerdem bin ich ihm ein bißchen in die Falle gelaufen wei ich dachte, daß ein Ort getappt wird, wenn man dort ein Heer mit Großer Straße spielt. Das ist aber eine deutsche Sonderregel, also seid vorsichtig, wenn ihr mal wieder gegen ein solches Deck spielt. Zum Glück hatte er Drop&Run als Gefahrenstrategie, was meiner Meinung nach vollkommen unsinnig ist, da man so sein Deck bequem durchziehen kann, vor allem wenn man selber genügend Punkte macht. Da es mir einigermaßen schnell gelungen ist Durins Ring zu finden, hatte ich am Ende genügend Punkte für ein 5:1
Runde vier war wieder gegen einen Deutschen - gegen Dennis. Er hat behauptet Fallen Radagast zu spielen, aber nie seinen Zauberer gezogen. Dazu hat er seine ganzen Heereswürfe an der Wetterspitze verbockt. Das Spiel hätte aber trotzdem völlig anders ausgehen können, wenn seine Korsarenattacke nicht so daneben gegangen wäre. Aber meine Gemeinschaft Gloin(5/7) Dror(3/7), Lobelia(0/9) und Lutz das Pony (-2/10) hat es geschafft die ersten Korsaren(5@9) abzuwehren und bei dem zweiten wurde nur Lutz verwundet. In der Ortsphase habe ich dann Wir kommen um zu töten und dann Tom Bombadil gespielt. Das hätten also unter Umständen 11 Punkte weniger sein können, da die Zwerge nicht gerade sehr resistent sind. Außerdem waren das alle meine Verbündeten, die man gegen Fallen Radagast auch nicht unbedingt einbüßen sollte. So wurde es aber ein 6:0(?) für mich.
Jetzt hatte ich 19 Punkte und war zweiter hinter Georg. Der hatte 22 Punkte und war bereits qualifiziert, aber hinter mir waren einige Leute mit 18, 16 und 15 Punkten, die mich noch von den ersten vier Plätzen verdrängen konnten, wenn ich gegen Georg verlieren würde.
Runde 5 gegen Georg. Mein einziger Balroggegner für heute und, wie erwartet ein Wolfbalrog. Georg war mit Buthrakaur und vielen 1mindern unterwegs zwischen der Wetterspitze und den Weißen Türmen um Wölfe und Mindringe zu holen. Alles plätscherte so fröhlich vor sich hin und es stand vor Georgs letzten Zug 33 zu 30 für mich (oder so ähnlich aber ziemlich knapp). Dann hatte Georg die Idee von den Weißen Türmen zum Gundabadberg zu laufen und sich dort mit dem Balrog zu treffen. Das kostete ihn zum einen seinen Palantir von Elostirion, was aber keinen Unterschied machte, im Gegenteil, es wäre sogar besser gewesen wenn er stehengeblieben wäre. Ich hatte nämlich die Waldläufer von Arthedain, Saurons Mund und Uvatha auf der Hand und ein Gefahrenlimit von 100. Leider haben meine Rangers im ersten und zweitem Versuch nur ein paar Wautzies und Orktrottel erwischt und ich habe dann einen kleinen Fehler gemacht. Ich habe mir den dritten Rangerangriff für die nächste Runde aufgehoben und statt dessen die Gemeinschaft mit Baduil zurückgeschickt Das hätte ich mir besser für den Balrog aufheben sollen. Aber ich habe gedacht es ist noch genügend Zeit für einen weiteren Zug und ich wollte die Rangers aus pädagogischen Gründen auf der Hand behalten. Die Drohung hatte gewirkt, Georg hat den Rat einberufen, obwohl ich vorne lag, so daß ich den letzten Zug gehabt hätte und noch 7 Zwergenringe in Beutelsend hätte finden können. Doch leider kam Brian Wong (der Schiedsrichter) und sagte, daß die Zeit um war. Zu schade, hätten die Rangers noch ein paar Leute gekillt wäre es eventuell zu einem 5:1 gekommen.
Das Halbfinale ging also Folgendermaße aus:
Geork Kühlmeyer (Balrog) 24 Punkte
Patrick Kubrat (Fallen Gandalf 23
Wanja Hargens (Fallen Radagast) ??
Jörn Licht (Balrog) ??
Supi! Nicht, daß ich mich nicht über die Qualifikation gefreut hätte,
aber ich hatte weder ein zweites Deck mit noch Karten. Zum einen weil ich überhaupt
nicht mit einer Quali gerechnet hatte, zum anderen aus Platzgründen. (Versucht
mal 4 Personen+ zwei Zelte + Campingausrüstung + Karten in einen Hyuyota
zu bekommen!) Und der Stadtrundgang mit anschließender Orgie fällt
dann auch ins Wasser. Naja zum Glück ist es sowieso ins Wasser gefallen,
weil es mal wieder geregnet hatte. Da habe ich wenigstens nicht allzuviel verpaßt.
Aber es ist doch ein sehr unangenehmes Gefühl ein Deck zu haben, dessen
große Schwachstellen man kennt und zu wissen, was Wanja und Georg die
ganze Nacht treiben werden (für die, die es nicht geschnallt haben, sie
werden Gefahrendecks gebaut haben!) Ich konnte also nur am Sonntag mein Deck
leicht umstellen und mit geborgten Karten ein paar leichte Änderungen vornehmen.
Als kluger Schachzug sollte es sich erweisen, auf Narya zu verzichten, was nicht
so gut war, war Narya ins Sideboard zu packen. Mein Gefahrendeck gegen Helden
habe ich außeinandergeschraubt und so gut es geht ein Anti Fallen Wizard
Deck konstruiert. In mein Antiminiondeck habe ich die Waldläufer aus Arthedain
direkt reingepackt.
Am Sonntag erfuhr ich dann, daß Georg krank geworden ist, und schon auf
dem Weg nach Hause war. Man hatte den 5., Steve Cantens aus Belgien angerufen,
einen Ringversenker. Er war schon zu Hause und wurde von Luc Schruers wieder
nach Amsterdam gekarrt. Klasse! Antringdecks sind so ungefähr das tödlichste,
was mir hätte passieren können und mein Gefahrendeck war völlig
sinnlos gegen Ringversenker. Also schnell umgebaut und hoffen, daß ich
andere Decks immer noch abdecke. Aber ich hatte ja noch ein As im Ärmel...
1.Runde: Ich spielte sofort gegen Steve. Meine Anti Ring Strategie war einfach. Ich spielte selber mit Hobbits. Erster Charakter: zweimal Sam. Zweiter Charakter ich: Dick, Steve: Bilbo. Dritter Charakter:beide Frodos. Vierter Charakter: ich: Folco (schließlich war ich in Beuelsend zu Hause) Steve: Rudi. Dazu hat Steve noch Beorn, Anborn und Annalena gespielt. Das sollte später mein Untergang werden. Das Spiel verlief relativ unspektakulär. Es gelang mir, Steve am Ringeausspielen zu hindern und sein Saruman ist immer an meinen Skin-Changern gesceitert und hat nie die Gemeinschaft erreicht. Ich konnte Annanlena bis fast zum Ende nicht daran hindern, mit Brücke dauernd zwischen dem Lager der Ostlinge und Lorien hin und herzurennen und wir haben Karten gezogen bis zum Erbrechen. Ich fand das aber gar nicht schlecht, ich konnte alle meine Karten ziehen, den Test der Zauberer habe ich eh mit dem Grey Hat gecycled, meine gesideboardeten Karten waren sofort da und ich war rasend schnell durch mein Deck. 6:0
Währenddessen belauerten sich Wanja und Jörn gegenseitig mit ihren Balrogs und Wanja gewann am Ende 4:2
2. Runde gegen Wanja. Eanja hatte im wesentlichen ein Einflußdeck mit Agenten gegen mich konstruiert. Dagegen hatte ich eigentlich Wizards Myrmaidon und Gandalfs Friend. aber nach diversen Echoes of the Song waren die weg und Frodo mußte Tom nach einem Ruf der Heimat ziehen lassen. Wanja hat im wesentlichen das selbe Deck wie Georg gespielt mit dem Unterschied, daß er aus irgendeinen unerklärlichen Grund nicht nach Arthedain gehen wollte, sondern lieber nach Isengart. Wanja war zwar hinterher der Meinung, daß meine Gefahren nicht effektiv gegen ihn waren, aber ich habe im Prinzip in jeder Runde Maßlose Ausschweifungen gegen ihn gespielt. Aber das war auch völlig egal, denn bei ungefähren Punktegleichstand habe ich versucht einen Wurf mit Narya zu machen. Das war das einzige mal in diesem Turnier, daß ich meinen Zauberer einem Risiko von 2 ausgesetzt habe. In allen anderen Spielen ist er nicht einmal getappt worden, aber hier kam es, wie es kommen mußte. Gandalf hat den Wurf gegen zwei verbockt und ich konnte plötlich keine Ringe mehr ausspielen, mein Blind to All Else lag im Sideboard, und meine Heere und Charaktere waren nichts mehr wert. Hier gab es nur noch eine Chance: Aufgabe und nicht weiter ärgern.
Gleichzeitig hatte Jörn locker gegen Steve gewonnen. Lobelia hatte alle
Hobbits weggepilfert.
Stand vor der letzten Runde: Wanja 10, Jörn 8, Patrick 6, Steve 0. Es ging
also zwischen Jörn und mir um den 2. Platz.
3. Runde gegen Jörn. Zu seinem Pech hatte ich Jörns Deck vom Vortag
nicht gesehen. Ich rechnete also mit dem üblichen Wolfdeck. Er hat aber
mit seinen Trollen die Freien Orte niedergebrannt, einer Strategie, der ich
nicht allzuviel hätte entgegensetzen können. Er spielte aber das achsobeliebte
Wofdeck, was ich auch auch von ihm erwartet habe. Dazu startet er mit Wispers
of Rings, aber dazu später mehr.
Im ersten Zug ging er gleich nach Ost in Edhil. Er hatte wohl noch nichts von
meinen Waldläufern aus Arthedain gehört! Also habe ich ihm gleich
zwei davon vorgestellt und es ist mir auch gelungen einen Orkscout zu killen.
Leider waren die anderen drei(?) Charaktere nur getappt, so daß sich die
Effektivität in engen Grenzen hielt.Er ging dann nach Isengart, aber nicht
weil ich ihn verschreckt habe, sondern weil Jörn das immer so macht (-:
Danach lief es darauf hinaus, daß ich eine Karte On Guard gepackt habe,
Jörn gefragt hat ober er einen Wolf spielen darf, was ich dann abgenickt
habe. Maßlosse Ausschweifungen ist schon eine fiese Karte. Währenddessen
ging Doeth gemütlich von Moria ins Tal von Dimril. Normalerweise schrillen
bei solchen Aktionen alle Alarmglocken zumal noch Wispers of Rings lag. Jetzt
wäre der Zeitpunkt gewesen meinen Charakter auf die Lauer zu legen, aber
ich hab irgendwie nur mit Hold Rebuild and Repaired gerechnet. Es kam wie es
kommen mußte, Jörn spielte Black Rain und würfelte eine 11.
Jetzt wäre also der Zeitpunkt gewesen den Einen Ring oder einen Zwergenring
hinzulegen. Seltsamerweise geschah nicht dergleichen. Jörns Zwergenring
war nämlich Durins Ring gewesen, und den hatte ich! Tja so etwas nennt
man Glück.
Jörns Gefahren sind im großen und ganzen an mir vorbeigegangen. Die
größte Größte gefahr ging eigentlich von seiner Lobelia
aus, die aber meine Hobbits auch nur auf die Hand geschickt hätte, was
meine Gemeinschaft sprengen würde. Irgendwann habe ich sie dann zurück
nach Mordor geschickt und Lobelia selber ausgespielt.
Es sah also ganz gut für mich aus, als Wanja an den Tisch kam und sagte,
er hätte das Ringversenken nicht verhindern können. Jetzt heißt
es rechnen. Ein 4:2 hätte nicht gereicht, dann hätte Wanja genauso
viele Punkte, wie ich und er hat gegen mich gewonnen. Es stand aber irgendwie
wie 40:21 für mich (die genauen Punkte weiß ich nicht), also einen
Punkt zuviel für ein 6:0 und reichlich Punkte von einem 4:2 entfernt. Dazu
hatte ich Maßlose Ausschweifungen auf der Hand und für den Balrog
in den Under-leas zwei Namenlose Wesen und The Way is Shut. Also wird der Rat
einberufen. Dann passiere auch nicht viel, außer daß es zwei Namenlosen
Wesen nicht gelungen ist, einen blöden Hill Troll zu töten, was zum
6:0 geführt hätte. Aber man soll ja nicht gierig sein. 5:1
Der Endstand sah also folgendermaßen aus:
Patrick Kubrat 11
Wanja Hargens 10
Jörn Licht 9
Steve Cantens 7
Dock leider ist die Story hier noch nicht zu Ende. Beim anschließenden
Deckcheck stellte sich heraus, daß Jörn vergessen hatte die Agentin
Lobelia aufzuschreiben. Er hat sie nachweislich in jedem Spiel benutzt, er hatt
29 Gefahrenkarten auf der Liste und 11,5 Kreaturen. Er hatte Pilfer Anything
Unwatched gehabt und das war offensichtlich seine Antiringstrategie. Nichtsdestotrotz
wurde Steve ein Wiederholungsspiel angeboten, was er dann auch natürlich
tat. Ich hätte es wahrscheinlich auch nicht anders gemacht, aber als "Außenstehender"
fand ich es schon ein wenig unsportlich, da hier eindeutig keine Betrugsabsicht
vorlag.
Ich konnte also nur zwei Stunden warten. Diesmal hatte Steve mit Beorn in der
Startgemeinschaft gespielt, er kannte ja Jörns Gefahrendeck und hat gute
Erfahrungen mit Beorn gemacht. Ich Idiot habe ihn auch noch dazu geraten. Und
dieser Beorn hat sich einfach geweigert zu sterben, so daß die Beorning
Skin-Changer nie zum Einsatz kamen. Zwar mußte Steves Zauberer dran glauben,
aber er hatte die Scroll und mit seinem einzigen Test of Form Glück gehabt.
Alle weiteren Bodychecks hatten auch keinen Erfolg und das Versenken mit Bilbo
und Kraft der Halblinge war fast nur noch eine Formsache. Das Endergebnis sah
jetzt so aus:
Steve Cantens 14
Patrick Kubrat 11
Wanja Hargens 10
Jörn Licht 3
Ich kann mit dem Ergebnis leben, schließlich war das zweite Spiel genau so fair wie das erste (mit Lobelia im Deck!), aber das war schon sehr hart für mich, zumal irgend jemand Gier auf mich gespielt hat und ich den Goldring unbedingt haben wollte. Aber ich habe den Versuchungswurf geschafft und ihr müßt mich nicht Fallen Patrick nennen.
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