von Patrick Kubrat Unser letztes Turnier des 98 fand am 19.12. statt Es war ein Sealed Deck Turnier. Dabei bekam jeder ein einen Wizards Starter und Booster und konnte sich entscheiden zwischen 2 Dragons oder Dark Minions Boostern. Bis auf Christian wählten alle die Dragons, mehr dazu weiter unten.. Es konnten zwei Orte frei gewählt werden, um zu vermeiden, daß man gute Resourcen nicht spielen kann, weil man die passende Site nicht besitzt.
Unsere beiden Gäste aus Münster haben mächtig abgeräumt, das scheint fast zu einer Gewohnheit zu werden. Hier die Ergebnisse im Einzelnen:
Hier nun einige Erfahrungen mit Sealed Deck: Am Anfang stand die Überlegung, welche Boosterpacks man nehmen soll. Für Dark Minions sprach, daß dort einige interessante Resourcen vorhanden sind, ein Verbündeter (Treuer Hund), der common und auch noch leicht spielbar ist, und vor allem Recycler (Rauchringe, Unerwarteter Vorposten), die eventuell gefundene gute Karten verdoppeln können. Zu den Nachteilen gehört, daß viele Hazards mit Agenten zu tun haben, und damit fast nutzlos sind, denn die Agenten sind doch sehr eingeschränkt nutzbar, vor allem wenn man nicht auf alle Ortskarten zugreifen darf. Es gibt zwar relativ viele Punkteresourcen, die sind aber meistens in den Underdeeps spielbar, was mit einem Deck, was nicht speziell darauf vorbereitet ist, schnell zum Problem werden kann.
Für die Dragons spricht folgendes: es gibt viele Punkteresourcen. Die sind zwar meistens an Drachenhorten spielbar, aber die Chance entsprechende Ortskarten zu ziehen sind relativ hoch und ein starker Hieb ist leichter zu handhaben als viele eklige Autoattacken in den Underdeeps. Die Hazards beschäftigen sich fast ausschließlich mit Drachen, die Gefahr etwas unbrauchbares zu finden ist also sehr gering. Dazu kommen noch solche Perlen wie Töricht Worte, die dem Gegner das Deck ziemlich ruinieren können, Wundersame Geschichten, die genau daß (und Versuchung) abwehren können. Und da natürlich zu erwarten ist, daß viele Leute unzureichend ausgerüstet in die Drachenregionen gehen, sind die Drachen auf der Jagd eine tödliche Gefahr. Das führt uns gleich zu den Nachteilen der Dragons.Da natürlich zu erwarten ist, daß viele Leute unzureichend ausgerüstet in die Drachenregionen gehen, sind die Drachen auf der Jagd eine tödliche Gefahr.
Hier nun mein Turnierreport. Ich habe mich für die Dragons entschieden. Mein Hauptbeweggrund war es Drachen jagen zu lassen. Der einzige Jagddrachen, den ich gezogen habe war Bairanax, dazu später mehr. An Punkten waren die Männer von Thal und ein Silbernes Panzerhemd, jeweils ohne Ortskarten. Die Rares waren In den Klauen des Drachen (vollkommen sinnlos) und von Sorgen geplagt (eigentlich Super, kam aber nie zum Einsatz). Das Highlight war Schmeichelei, sie gelingt mit dem Wizard automatisch und veringert das Hazardlimit um zwei (also für eine kleine Gruppe auf null). Auch ein Regendrache war dabei (Vorsicht Glorfindel!)
Die Wizardspacks waren nicht so toll. Als Rares zog ich die Südlinge, die sind super, aber sehr weit weg und verbrauchen auch eine Ortskarte, Das Gleichgewicht der Mächte - ein zweischneidiges Schwert ohne Griff, Feuer des Zauberers - wer riskiert einen Versuchungswurf mit -4 für einen Hieb, und ein nutzloses Dunharg. Das Fixedpack war Theoden ,das heißt keine wirklich starken Charaktere. Doch da ich noch Gloin und Beretar gezogen habe konnte ich eine recht starke Kompanie auf die Beine Stellen: Celeborn mit Dolch aus Westernis ,Elrohir, Gloin mit Eisenverstärkter Schild und Beretar. eine ausgeglichene Gruppe mit keinem unter Kampfkraft 5. Sie verbraucht zwar 20 allgemeinen Einfluß und haben keine Chance sich unter direkten Einfluß zu stellen, aber da ich nur einen Canceller (Streit der Finsterlinge) und einen Glücklichen Hieb gezogen hatte wären meine anderen Charaktere nur Totgewicht gewesen. Normalerweise werden dann zwei Gruppen gebildet wobei ein Charakter vom Zauberer kontrolliert wird (übrigends habe ich nie Radagast, immer nur Alatar gezogen. Pech, aber immer noch besser als gar kein Zauberer.
Als Punkteresourcen hatte ich folgendes: die beiden Heere aus dem Fixedpack: Reiter von Rohan, Turmwache von Minas Tirith, die Südlinge, 5 Goldringe, einen Geringeren Ring, 2 Träume der Weisheit (und nur einem Weisen, meinen einzig starken Kämpfer Celeborn) und eine Befreiung (aber keinen Schattenhort an dem ich etwas ins Spiel bringen konnte um ihn zu tappen). Die Wahl der Ortskarten war also nicht schwer. Oase der Südlinge und Orkstadt für einen Ring und Befreiung. Damit fiel das Silberne Panzerhemd und die Männer von Thal flach. Die Orte an die ich gehen konnte waren Orkstadt, Schwertelfelder, Räuberlager für drei Ringe (maximal vier Punkte mit Test) Amon Hen und Thron der Winde für die Träume der Weisheit (4 Punkte), die Oase, Edoras und Minas Tirith für die Heere (10 Punkte) und Lorien als Zufluchtsort. Ein Blick auf die Karte macht klar, daß man dabei fast immer durch die Täler des Anduin läuft (also durch Bairanaxteritorium), man sollte also die Schmeichelei auf der Hand haben, wenn man Bairanax auf der Jagd spielt, oder man kann sich nicht bewegen. Sollte man von Kreaturen angegriffen werden, sollte man tappen um sie zu töten, ein Goldring macht auch nur einen Punkt und hat keinen Nutzen und die Permanenten Ereignisse müssen gestored werden, da kann man sich einen Extratrip zum Heilen kaum leisten. Außerdem brauche ich die Punkte.
Die restlichen Resourcen waren geringere Gegenstände (nie gespielt) Tore des Morgens (gegen Tore der Nacht) Hahnenschrei und an den Rest erinnere ich mich nicht mehr (nie gebraucht).
Bei den Hazards sah es schon besser aus. Auf der Kreaturenseite hatte ich einen Regendrachen, einen Höhlendrachen, Bairanax auf der Jagd, Totschläger und Riesenspinnen. Ein einzelner Fluß war nicht so brauchbar in Sealed Deck, der Ruf der Heimat war nicht schlecht aber der Trumpf war ein anderer - Versuchung. Zwar hatte ich nur zwei Verlockung der Sinne, aber drei mal Müdigkeit des Herzen und eine Drachenkrankheit und natürlich die Trumpfkarte, Das Gleichgewicht der Mächte.
In der ersten Runde spielte ich gegen Erwin. Es lief ganz gut für ihn, und er hatte 3 Gruppen durch Mittelerde laufen. Ich hatte zwar das Gleichgewicht der Mächte auf der Hand, aber eine Versuchung auf meinem Zauberer, so daß meine Hauptwaffe stumpf war. Zum Glück hat mir Bairanax das Spiel gerettet, weil alle drei Kompanies von Erwin durch sein Jagdgebiet liefen und alle verwundet wurden. im Ende wurde es ein 6:0 für mich.
Die zweite Runde bescherte mir trotz Neuauslosung meinen alten Widersacher Oliver. Wir wußten beide, daß wir das selbe Fixed-Pack hatten, es versprach also mal wieder spannend zu werden. Es gelang mir Celeborn zu bekommen, mußte dafür aber auf Elrohir verzichten.Das sollte sich ändern. Wärend Oliver mit Elrohir zuerst einen bedeutenden Gegenstand spielte und in der nächsten Runde eine Befreiung, hatten meine Truppen kaum was zu tun. Zum Glück hatte ich meinen Wizard bereits draußen, und beschloß Ellrohir abzuwerben (wo er doch so erfolgreich ist). Dank einer Schmeichelei kam mein Wizard auch gesund am Gramberg an und konnte ihn überzeugen für mich zu arbeiten (-5 Punkte für Oliver, autsch!) Die Retourkutsche, das Abwerben von Celeborn war natürlich auch nicht ohne, jetzt konnte ich meine Träume der Weisheit vergessen. Wir haben uns eigentlich beide davon nicht mehr erholt. Oliver gelang es ein paar Heere auszuspielen und sich ansonsten mit Theoden vor mir zu verstecken und ich hatte noch drei Ringe gefunden. Den Ausschlag für meinen 4:2 Sieg gab, daß ich ein paar Kreaturen getötet hatte.
Danach haben wir eine Stunde Mittagspause gemacht.Da die ersten drei der Gesamtwertung in der Zeit einen Glühwein getrunken haben, denke ich mal, daß da Dopingmittel drin waren
Die dritte Partie spielte ich gegen Michael. Es lief ganz gut für mich, ich hatte bis zum Schluß 20 Punkte gesammelt. Aber im letzten Zug ging Michael zu Thranduils Hallen für ein Dreipunkteheer und testete unterwegs Balins(?) Goldring et voila ein Zwergenring. Das würde ihn auf 21 Punkte bringen. Doch zum Glück hatte mein Bairanax auf Jagd etwas gegen ungetappte Charaktere. Das Gleichgewicht der Mächte und eine Müdigkeit des Herzens war dann zuviel für Balin, daran änderte auch die Gemeinschaft nichts - 6:0 Ich glaube Michael hat sich gleich Das Gleichgewicht der Mächte eingetauscht.
Das letzte Spiel gegen Andreas entschied über den Sieg. Oliver und wir zwei konnten es noch schaffen. Es ging eigentlich ganz gut los, es gelang mir gleich im ersten Zug Glorfindel and der Wetterspitze mit einem Regendrachen zu beißen. Dannach lagen wir Kopf an Kopf und in seinem letzen Zug konnte ich Glorfindel mit Träumen der Weisheit eine Versuchungskarte anzuhängen und das Gleichgewicht der Mächte auszuspielen. Leider konnte Andreas in meinem letzten Zug Auflösung des Heeres auf mein einziges Heer spielen. Zwar verlor er noch Glorfindel im Rat, aber trotzdem 2:4.
Damit waren die beiden Münsterander punktgleich an der Spitze. Da sie beide nicht gegeneinander gespielt hatten, mußte die Punktwertung der Gegner über den Turniersieg entscheiden. Die einzigen unterschiedlichen Gegner lagen so dicht beieinander, daß letztendlich (wenn ich das richtig mitbekommen habe) eine Auflösung eines Unentschiedens über den Gesamtsieg entschied. Damit hat Andreas bei seinem zweiten Turnier in Dortmund zum zweitenmal gewonnen. Gratulation
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